Geschichte

Das über 1200 Jahre alte, im unteren Inntal gelegene Kirchham sah in seiner bewegten Geschichte vieles kommen und gehen. Herzog Tassilo III, Vertreter des stolzen bayerischen Herzogsgeschlechts der Agilolfinger übereignete das Dorf „Chirihheim“ im Jahr 777 n. Chr. der Passauer Bischofskirche als Schenkung.

wappen_kirchham

Der Gemeindename "Kirchham" weist seither auf die bis ins 8. Jahrhundert zurückreichende Bedeutung des Ortes als Kirch- und Pfarrort hin. Das Patrozinium der Kirchhamer Kirche ist dem Hl. Martin geweiht und reicht ebenso bis in diese Zeit zurück.

"Gespalten von Gold und Schwarz..."

... so beginnt ein Zitat zur Beschreibung des Kirchhamer Gemeindewappens. Ein Wappen steht symbolisch für dessen Gemeinde und weist dementsprechend eine individuelle Bedeutung auf. Das Kirchhamer Gemeindewappen besteht aus einem blauen Wellenbalken, einem schwarzen Kirchturm sowie zwei senkrecht stehenden silbernen Rauten. 

Alles über Tassilo und die Geschichte:

Der Kirchturm im Wappen von Kirchham steht als Hinweis für das Attribut des Hl. Martins. Für den Ortsteil Erlbach ist seit 1500 ein Sitz nachweisbar und seit 1752 eine Hofmark. Inhaber dieses Sitzes waren unter anderem die Ecker von Kapfing und die Tobelheimer. Ihre Stammwappen sind ebenfalls im Gemeindewappen vertreten und zwar durch die gold-schwarze Teilung die Tobelheimer und durch die senkrechten silbernen Rauten die Ecker von Kapfing. Der Wellenbalken unterhalb des Kirchturmes gilt als Hinweis auf die alte Bezeichnung der Kirche als "die Kirch´ am Bach".